Die Briten

Schon eine ganze Weile beschäftigt mich in letzter Zeit ein (Insel-)Volk, zu dem ich bislang eigentlich immer eine ganz positive Einstellung hatte: Die Briten!

Schöne Erinnerungen habe ich an zwei Schulausflüge in die britische Hauptstadt. Mich hat London fasziniert! Außerdem bin ich - okay, ich gebe es zu - ein leiser Verehrer des britschen Königshauses und Hugh Grant ist einfach nur toll

Doch was ich so über des Briten Überwachungswut lesen muss, raubt mir fast den Schlaf (wenn es Sohnemann nicht sowieso täte). Eigentlich dachte ich immer, die US-Amerikaner sind in dieser Beziehung recht krass. Aber wenn ich mir jetzt vorstelle, dass es in manchen Kleinstädten Kameras gibt, die zu Passanten sprechen können, geht mir echt der Hut hoch . Und jetzt noch die Meldung, dass sogar an die Installation von Kameras gedacht wird, die die Kleidung unbescholtener Bürger (und auch Touristen) durchleuchten kann. Hallo?! Gehts noch?!

Ein bisschen seltsam war das Inselvölkchen ja schon immer, aber die glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass dadurch auch nur ein Terrorist ins Netz geht!! Und ob sich das soziale Klima dadurch verbessert, wage ich auch zu bezweifeln. Wo große Klassenunterschiede bestehen, helfen tausend Kameras nichts.

Sehr enttäuscht bin ich auch von Tony Blair, den ich zu Beginn seiner Amtszeit doch sehr geschätzt habe. Seit seinem ja zum Irak-Krieg allerdings verliert er immer mehr an Sympathie. Aber das ist nicht der erste Politiker, der mich enttäuschte in letzter Zeit - aber das ist wieder ein anderes Thema.

CU

2.2.07 18:31, kommentieren

Ich lese gerade... Jacques Berndorf - Eifel-Gold

Wieder ein paar Seiten geschafft und es zeichnet sich eine Spur zur Lösung des Verbrechens am Horizont ab. So sich diese Indizien verdichten, verspreche ich mir eine recht amüsante Aufklärung  und somit eine angenehme Abwechslung zu den eher sozial-kritschen Wallander-Romanen.

30.1.07 11:48, kommentieren

Telekommunikations-Fachverkäufer!

Neulich in einem Laden eines ehemaligen Telekommunikations-Monopolisten...

Ich möchte die gesamte Begebenheit gar nicht nacherzählen, aber ich mache mir eben so meine Gedanken. Was kann daran gut sein, dass Unternehmen ihre Angebote und "Bundles" so rasant ändern, dass ein (auf den ersten Blick fähig erscheinender) Verkäufer sich nicht mehr merken kann, was denn nun zu welchem Preis und unter welchen Umständen vertrieben wird...? Abgesehen davon, dass ich bislang grundsätzlich die Erfahrung gemacht habe, dass die Einstellungskriterien für Verkäufer von Hand-Verträgen etc. nicht sehr streng sein können (Teilweise begegnen einem hier tatsächlich Personen, die nicht einmal ansatzweise der deutschen Sprache mächtig sind!!!), kommen jetzt auch noch komplizierte Vertrags-Konstrukte hinzu. Das kann ja eigentlich nur schief gehen.

Hätte ein Anbieter, der nicht im Wochen-Rhythmus seine Preise und Bedingungen ändert, nicht eine Chance auf diesem Markt? Ich würde es auf jeden Fall als sehr angenehm empfinden!

CU!

PS. Warum kann der GöGa im allgemeinen beim Abräumen des Frühstückstisches nicht einfach auch die Kaffeekanne mit abräumen?

30.1.07 11:46, kommentieren

Jedes Jahr das gleiche Drama - schlecht geräumte Gehwege

Ahoi!

Jetzt ist er  ja doch noch gekommen, der lang ersehnte Winter. Seltsamerweise blieb das Chaos trotzdem nicht aus, aber ich glaube, das liegt in der Natur der Sache. Aber darüber möchte ich heute gar nicht schreiben.

Im letzten Jahr fiel es mir zum ersten Mal recht dramatisch auf: Hier in München ist kaum ein Hausbesitzer in der Lage, die Gehwege vernünftig zu räumen und da ich im letzten Jahr mit einem Babybauch durch die Gegend tapste, war ich natürlich sehr daran interessiert, nicht auf das Schnäutzchen zu fliegen. Aber es läuft immer gleich ab. Es schneit, Hausbesitzer räumt oberflächlich den Schnee und streut Splitt. Alles soweit gut, der Schnee ist recht griffig, die Gefahr auszurutschen gering. Aber ach, plötzlich passiert etwas wohl recht unerwartetes, die Temperaturen sinken dauerhaft und massiv unter null Grad und dann, oh Wunder, friert die ganze Sch... an. Ja, und dann hat man seinen Spaß. Gesalzen wird nicht, finde ich ja auch vernünftig, aber an der dicken Eisschicht ist jetzt eben auch nichts mehr zu ändern.

WARUM?

Dieses Jahr das gleich Spiel. Es hat geschneit. Der Schnee wäre ohne weiteres recht rückstandslos zu räumen, aber nix passiert ! Tagsüber taut die ganze Geschichte an und ich kann es kaum erwarten, dass die Minusgrade noch weiter fallen und wir wieder Piouretten auf dem Gehweg drehen können.

Eigentlich sollte man an besagten Häusern nette Zettel in den Briefkasten werfen, um die Damen und Herren dezent auf diesen unsäglichen Zustand hinzuweisen. Aber bringen wird das sehr wahrscheinlich nichts - verlorene Liebesmühe.

Das die ganze Misere von vielen so empfunden wird, zeigen die regelmäßigen Artikel in der Zeitung über alte Menschen, die sich ob der so gut wie nicht geräumten Gehwege reihenweise die Knochen brechen.

Aber gutbezahlte Münchner Yuppies halten sich eben selten länger draußen auf und so ist es diesen Gesichtern wohl einfach egal, was Alten, werdenden und kinderwagenschiebenden Müttern, Briefträgern usw. auf ihren Gehwegen so alles widerfährt.

CU

26.1.07 13:19, kommentieren

Ich lese gerade... Jacques Berndorf - Eifel-Gold

Ich bin mal wieder ein paar Seiten weiter gekommen. Mittlerweile gibt es auch einen Mord, bislang ging es ja "nur" um einen schweren Raub. Allerdings noch kein Hauch einer Spur bzgl. der Täter.

Eine Szene, die eigentlich nichts mit der Handlung an sich zu tun hat, hat mich etwas nachdenklich zurück gelassen: Siggi Baumeister verspricht einem Freund ab und zu nach dessen geistig verwirrten Mutter zu schauen. Die Frau - genannt Wittwe Bolte - behauptet, ihr erscheine die Jungfrau Maria; außerdem betet sie regelmäßig zu diversen Heiligen. Eines Abends glaubt sie, Maria erscheine ihr hinter einem Schuppen in ihrem Garten. In Wirklichkeit arbeitet dort allerdings jemand mit einem Schweißgerät und erzuegte damit die Funken und Blitze, die die Wittwe Bolte für die Marienerscheinung hält. Siggi bringt die Wittwe Bolte, die zudem nur leicht bekleidet ist, wieder in ihr Haus zurück. Dort angekommen, schlägt die Verwirrung bei ihr mal wieder stark durch und die betagte Dame erkennt plötzlich Siggi nicht mehr als der, der er ist und glaubt ihren Vater vor sich zu haben. Ihre Augen verklären sich und sie bittet Siggi, er möge ihr doch eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen, das könne er doch so gut. Siggi setzt sich an ihr Bett, fängt an zu erzählen und die Alte schläft selig und mit einem friedlichen Gesichtsausdruck ein.

Mich machte diese Episode nachdenklich. Momentan ist es noch so, dass mein Sohnemann in meinen Armen friedlich des Abends dahin schlummert. Wird er auch mal an meinem Bett sitzen und ich bitte ihn, in die Kindheit zurückversetzt, um einen Gute-Nacht-Geschichte???

25.1.07 18:53, kommentieren

Ich stricke gerade... Langarm-Pulli

ONLine Ausgabe 13 Herbst/Winter 2006, Modell 08

Garn: Linie 144 in violett, pflaume, pink (100% Schurwolle) und Linie 67 rosa ("Puschelgarn" )

Stricknadeln: Rundstricknadeln Stärke 4

25.1.07 18:35, kommentieren

Ich werde alt

Jaaaaa und zwar unaufhaltsam

Erstens entdeckte ich gestern mein erstes graues Haar und zweitens kann ich einem neuen Phänomen dieser Welt intellektuell einfach nicht folgen. Worum geht es: Es geht um Second Life (die Geschichte mit dem grauen Haar versuche ich jetzt einfach unter den Teppich zu kehren.)

Also, Second Life: Während meiner morgendlichen Lektüre las ich einen recht langen und ausführlichen Bericht über diese neue Parallelwelt, einschließlich eines Interviews mit einer Chinesin, die angeblich zur Millionärin wurde, indem sie bei Second Life mit Immobilien handelte. Ein kurzer Plausch mit meinem GöGa hat mich auch nicht wirklich schlauer gemacht, sondern mich nur bestätigt, dass auch er dieser Erscheinung etwas unbeholfen gegenübersteht.

Na dann muss eben Google herhalten und die Treffer trugen nicht gerade dazu bei, dem ganzen etws näher zu kommen. Was muss ich für Schlagzeilen lesen: Second Life eröffnet Niederlassung in Großbritannien, es existiert wohl ein "Apfelland" für alle iPod- und Macintosh-Nutzer von Secon Life, die Fachhochschule Köln bietet Lehrveranstaltungen zu Second Life an.

Hallo, bin ich im falschen Film???? Ein bisschen beschleicht mich die Angst, dass wir irgendwann völlig vergessen, dass wir genug im First Life erleben, erledigen können/müssen und ein bisschen mulmig wird mir schon, wenn ich an meinen Sohnemann denke... aber nun gut, im Moment ist sein größtes Problem, wie er es schafft möglichst schnell vorwärts zu kommen Hach ja!

CU

22.1.07 16:45, kommentieren